
Sieben lokale Bündnisse gibt es derzeit in Mecklenburg-Vorpommern. Vertreter trafen sich gestern im Bergener Treff-Hotel zu einem ersten landesweiten Bündnistag, um Erfahrungen auszutauschen, Ideen zu sammeln und den Netzwerkgedanken zu vertiefen.
Als Erfolg bewerten die Rüganer ihr Projekt der Flexi-Kids: In drei Kindertagesstätten in Bergen, Binz und Sassnitz können Kinder wochentags bis 20 bzw. 21 Uhr betreut werden. Auch an Wochenenden oder Feiertagen sei eine Betreuung möglich, sagt Wenmakers. Die Einrichtungen würden diesen Service ohne Mehrkosten für die Eltern, sondern mit Hilfe von Arbeitszeitmodellen regeln.
Im Landkreis Parchim wurde ein Wettbewerb mit der Idee des lokalen Bündnis verknüpft, der seit 2001 die kinder- und jugendfreundlichste Gemeinde kürt. In Rostock wurde in Zusammenarbeit mit Unternehmen ein Qualitätspass entwickelt, der Standards für Schüler-Praktika festlegt.
Dr. Gabriele Kriese, Abteilungsleiterin im Schweriner Sozialministerium, sieht die Arbeit der Bündnisse als Dreh- und Angelpunkt einer familienfreundlichen Region. Außerdem würden sie Bundes-, Landes- sowie regionale Familienpolitik zusammenführen und familienorientierte Dienstleistungen bündeln. In M-V geschehe dies zum Beispiel in Familienzentren. 42 solcher Zentren gäbe es in M-V. „Wir sind mit diesen Häusern seit 1992 auf dem richtigen Weg“, sagt Kriese.
Durch die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ entstehen bundesweit Netzwerke, die sich für familienfreundliche Strukturen einsetzen. Die meisten Akteure arbeiten ehrenamtlich. Die Idee stammt von der ehemaligen Bundesfamilienministerin Renate Schmidt. Auf Rügen wurde im Juli 2004 das erste Bündnis gegründet als Initiative des Vereins „Rügen tut gut.“ Mehr Infos: http://www.ruegen-tut-gut.de/
K. MÜLLER