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Freitag, 12. August 2005  |  Insel Rügen

Flexible Kinderbetreuung gefragt

Der Verein „Rügen tut gut“ engagiert sich für flexiblere Öffnungszeiten in Kindereinrichtungen. „FlexiKIDS“ nennt sich das Projekt, an dem sich bisher vier Kindertagesstätten beteiligen.

Bergen Zum ersten Mal kamen jetzt die Mitarbeiter des Projekts „FlexiKIDS“ des Vereins „Rügen tut gut“ zusammen. Ziel des Projektes ist es Möglichkeiten zu schaffen, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Gemeint sind damit flexible Öffnungszeiten in Kindereinrichtungen, etwa wochentags von 17 bis 20 Uhr, sowie am Wochenende oder an Feiertagen. Bei Alleinerziehenden besteht durch das Angebot erweiterter Öffnungszeiten oftmals erst die Möglichkeit, eine Arbeit aufzunehmen.

Sehr erfreut waren die Anwesenden über die gelungene Mischung älterer und jüngerer Betreuerinnen. Gemeinsam mit Projektkoordinatorin Ilona Richter können so Ideen entwickelt werden, um das Projekt auch nach Ablauf der Förderfrist von maximal zwei Jahren fortzuführen.

„Bedarf ist auf jeden Fall vorhanden“, konstatierte Marita Chalinski von der IB-Kita „Lütt Matten“ in Binz. Auch in Sassnitz sind bereits die ersten Anmeldungen für eine flexible Kinderbetreuung eingetroffen. Als einziger Vertreter des männlichen Geschlechts war Robert Sonnevend vom Jugend- und Vereinshaus „JoJo“ in Bergen-Süd mit dabei. Er machte darauf aufmerksam, dass auch Eltern in das Projekt einbezogen werden müssten. Sie könnten eventuell bei der Gestaltung der Räume mitwirken oder auch nicht mehr genutztes Spielzeug an die Einrichtung spenden.

Detailfragen zum Ablauf und zur Organisation wurden gemeinsam mit den Projektverantwortlichen beantwortet und in der endgültigen Fassung der Betreuungsvereinbarung festgehalten. An dem Projekt beteiligen sich die Kita „Lütt Matten" in Binz, die Kita „An der Brücke“ in Sassnitz, das „Kinderland Kunterbunt“ in Bergen-Rotensee sowie das „JoJo“. Auch Kinder anderer Einrichtungen können das Angebot nutzen. Info: Tel.: 0 38 38/3 15 01 20.



Die „FlexiKIDS“-Mitarbeiterinnen sind Ilona Richter, Sabine Hagspiel, Christine Salge, Susan Kantchev und Beate Krause (v. li.).

Foto: privat