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Wochenendausgabe, 13. August 2005  |  Titelseite

Bündnis steckt neue Ziele ab

Bergen „Wir möchten innerhalb von fünf Jahren erreichen, dass für Einheimische und Urlauber erkennbar wird, dass Rügen familienfreundlicher geworden ist“, streicht Christine Wenmakers vom Verein „Rügen tut gut e.V.“ heraus. Der Initiative, die im Juni vergangenen Jahres ins Leben gerufen wurde, gehören neben dem Landkreis Rügen, der IHK und dem DRK unter anderem auch die Agentur für Arbeit und die Kreishandwerkerschaft Rügen an. Als jüngste Mitglieder des Vereins konnten unlängst das CJD Garz und Pro Familia begrüßt werden.

Vertreter der Mitgliedsgremien kamen gestern im Bergener Kaufmannshof Hermerschmidt zusammen, um beim vierten Treffen des „Lokalen Bündnisses für Familie“ die neuen Ziele der Vereinsarbeit abzustecken. Tatkräftige Unterstützung dafür hatte man sich aus der Bundeshauptstadt geholt. Dr. Niels Albrecht und Wolfgang Schichterich vom Service-Büro Berlin sind für die Betreuung von 144 lokalen Bündnissen zuständig, die seit Januar 2004 auf Anregung von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt ins Leben gerufen wurden.

„Wir möchten möglichst viele inselansässige Unternehmer in die Arbeit unseres Vereins einbeziehen, denn wir wollen uns für eine familienfreundliche Beschäftigungspolitik stark machen“, gibt Christine Wenmakers Einblicke in die Arbeit des Gremiums. Um möglichst viele Firmen an einen Tisch zu bekommen, wird der Verein im September im Bergener Ramada-Hotel zum Unternehmerstammtisch laden. Hier soll unter anderem beraten werden, wie sich die Gelder, die bei der Kinderbetreuung anfallen, steuermindernd für Unternehmer anlegen lassen. „Wie sich eine familienfreundliche Personalpolitik in der Praxis umsetzen lässt, soll auch Thema bei einem Familienforum am 19. November im Ramada-Hotel sein“, wirft Vereinssprecherin Wenmakers einen Blick voraus. Auf dem Programm steht außerdem das Erstellen eines Pools für Ehrenamtliche, die auf verschiedenen Ebenen tätig werden sollen.

RICO NESTMANN